Sanieren oder Neumachen?

Sanieren von Gebäuden ist einfach. Die Kosten pro Quadratmeter sind relativ leicht zu ermitteln. Es kann günstiger sein, etwas zu sanieren als es neu anzuschaffen. Und zwar dann - und NUR DANN - wenn man alles so weiterhin brauchen würde, wie man es jetzt schon hat.
Wenn das Sanieren von 1.000 qm - rein statistisch - 500 EUR pro qm kostet, dann sind das eben 500.000 EUR. Und wenn der Neubau von 1.000 qm einfacher Bürofläche ohne viel Schnickschnack 1.600 EUR pro qm kostet, dann wären das 1.600.000 EUR. Ist also Neubau immer teurer?

Aber was wäre wenn …
  • beim Neubau viel, viel weniger qm gebraucht würden, weil man heute ganz anders arbeiten kann, als früher, dafür aber in einer zukunftsfähigen Qualität (sprich, sodass in Zukunft auch noch Leute beim Kreis arbeiten wollen und dass sie das gut und effizient tun können)
  • die laufenden Betriebskosten sinken würden

Es gilt auch in Sachen Qualität bei Gebäuden „Arm kauft zweimal“, und das ist dann meistens teurer, als gute Qualität zu schaffen.

Der plumpe Vergleich von Sanierungskosten und Neubaukosten führt hinters Licht:
  1. Weil man nicht nur Preise vergleichen kann, wenn es doch eigentlich darum geht ein Preis-Leistungsverhältnis zu vergleichen.
  2. Weil die Zahlen, die wirklich verglichen werden müssten, die Vollkosten pro Jahr sind. Erst dann vergleicht man, was etwas wirklich kostet. Da stecken jährliche Kapitalkosten (also zum Beispiel die Investitionskosten für einen Neubau), Verwaltungskosten, Betriebskosten und Instandsetzung (also zum Beispiel die Sanierungskosten). Wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht, müssen alle 4 Kostenarten in die Betrachtung. Wer das nicht macht, veräppelt seine Leser.

Außerdem - wir wollen es jetzt nicht zu kompliziert machen, aber - Sanieren heißt "Geld verbrauchen", sprich was ausgegeben wird, ist weg. Neubauen heißt „Geld gebrauchen", denn durch das Neubauen entsteht ein Wert und das ist etwas ganz anderes als einfach nur Geld ausgeben.

 

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14.11.2018, TZU Oberhausen

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